Mittwoch, 3. Februar 2016

Winterwanderung Ulrichen - Biel

Donnerstag, 18. Februar 2016

Leitung Peter Mathys, 23 Seniorenwanderer




Route: Ulrichen - Geschinen - Münster MGB - Rekingen MGB - Gluringen MGB - Biel MGB. 
12 km, 80 Höhenmeter Aufstieg, 140 Höhenmeter Abstieg, 3 Std. reine Marschzeit, T1.

Einmal mehr haben wir unglaubliches Glück. Der heurige Winter geizt mit sonnigen Tagen. Heute ist uns jedoch Petrus wohlgesinnt.. Im Goms strahlt die Sonne. Ein echt geschenkter Tag wartet auf uns.

Natürlich stärken wir uns vor Beginn der Wanderung im Hotel Alpina mit Kaffee und Gipfeli. Die Tische sind schon gedeckt, die freundlichen Wirtsleute und ihr Personal bedienen uns rasch und preiswert.





Wir starten bei besten Verhältnissen und werfen zuerst einen Blick Tal aufwärts. Links aussen grüsst der markante Galenstock.


Der sorgfältig präparierte Winterwanderweg ist griffig. Es ist windstill und angenehm warm.


 Vor uns liegt Geschinen - und bald kommen wir beim schmucken Bahnhof der Matterhorn-Gotthard-Bahn vorbei.


Bei jedem Blick zurück sehe ich im Hintergrund die prächtige Bergkulisse und im Vordergrund glückliche Gesichter.




Richtung Münster steigt der Weg leicht an - am Wegrand ein Kruzifix.



Tal auswärts beherrscht das Weisshorn den Horizont.



Unterwegs hat es für eine grosse Gruppe wenig geeignete Rastplätze. Beim Bahnhof Münster finden wir ideale Sitz- und Stehplätze.



Jakob und Helene fühlen sich im Goms ganz offensichtlich wohn - Fritz und Kathrin sind in diesem Dorf daheim. Und wer weiss: der Fotograf und Berichterstatter wird für diese Werbung bezahlt ...

Nach der Mittagsrast geht es hinunter zur Rotten, wir überqueren sie und nähern uns dem Geissenparadies.




Meine Wanderstöcke schmecken offensichtlich gut!


Die lateinische Inschrift auf der Brücke in Rekingen verstehen nicht alle ...


... das kurz darauf folgende Haus ist zumindest für drei Damen verständlich angeschrieben - sie können der Versuchung nicht widerstehen und bleiben gleich hier. Aber später finden wir uns wieder im Zug.

Das Fähnlein der 20 Aufrechten (frei nach Gottfried Keller) trottet nun doch ein bisschen müde über Gluringen Richtung Biel und kommt bei der Ritzibrigge bei diesen Stadeln vorbei.


Der mondäne Glacier-Express hält in Biel nicht. Bis unser Regio kommt, können wir am Bahnhof sünnelen und auf einen wunderschönen Wandertag zurückblicken.


Biel ade - wir kommen wieder!














Mittwoch, 13. Januar 2016

ppp mit PPP in der Verenaschlucht

Dienstag, 12. Januar 2016

Leitung: Rolf Hasler, 10 Regenwanderer



Route: Bushaltestelle St. Katharinen - Verenabach - Eingang Verenaschlucht - Einsiedelei - Kreuzen - Bushaltestelle St. Niklaus. Mit Bus weiter zur Haltestelle Amthausplatz. Stadtbesichtigung Solothurn. 5 km, 100 Hm Auf- und Abstieg, 2 Std., T1

Einleitend eine Erläuterung zum Titel: ppp ist der Autor dieses Blogs (peterperpedes). PPP ist die Wandergruppe des Pfarreivereins Petrus und Paulus.

Ein Sprichwort besagt, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleider gibt. Wenn man jedoch des Morgens früh das Haus schon mit den Regenhosen bekleidet verlässt, ist dies ein Steilpass auf Petrus, der nun zur Strafe für diesen Pessimismus die Schleusen erst recht öffnet.

Mit dem RBS fahren wir von Bern nach Solothurn und mit dem Bus weiter zur Haltestelle St. Katharinen. Wir folgen nun auf der Ostseite des Friedhofs dem Verenabach. 

Zu unserer Rechten erblicken wir das prächtige Schloss Waldegg, das Ende des 17. Jahrhunderts vom Schultheiss Johann Viktor von Besenval erbaut wurde und heute im Besitz des Kantons Solothurn ist.




Wer den Mut hat, bei schlechtem Wetter zu wandern, wird dafür belohnt. Der Verenabach führt Hochwasser, und die ppp-Wanderer setzen kräftige Farbtupfer. Die Fotos sprechen für sich. So haben wir alle die Verenaschlucht noch nie erlebt!








In der schattigen und feuchten Schlucht überzieht eine grünliche Patina dieses Kruzifix.


Wir überqueren den Verenabach und nähern uns der Einsiedelei.


Unterwegs begegnet uns eine junge Frau mit einem Hund. Wir möchten gerne wissen, ob sie die Einsiedlerin Benedikta sei. Sie war es nicht.



Wir erblicken die Verenakapelle. Rolf führt uns jedoch in einen dunklen Stollen, wo er aus seinem Rucksack wärmenden Glühmost zaubert.



Der Blick aus dem Stollenfenster zeigt wiederum den rauschenden Bach.


Seit Juli 2014 wohnt hier die Einsiedlerin Benedikta. Sie hat eine ganz besondere Biografie: aus einer reformierten Hausfrau und Mutter wurde eine katholische Eremitin.


Die Verenakapelle ist nicht geöffnet. Nun doch ein bisschen durchnässt und durchfroren steigen wir den Weg hinauf zur Kapelle von Kreuzen.


Halt, halt! Kreuzen ist keine Kapelle, sondern eine Kirche!  Sie ist das Ende eines Kreuzweges. Schultheiss Johannes von Roll liess sie im 17. Jahrhundert erbauen.



Neben der Kirche befindet sich das Gasthaus Kreuzen, wo wir in einem gemütlichen Raum, einem ehemaligen Pferdestall, unsere Mittagsrast halten.


Erwärmt und gesättigt verlassen wir das gastliche Haus. Der Samichlaus verabschiedet uns.



Nach dem Wengistein beginnt der Abstieg hinunter nach St. Niklaus.


In der Altstadt Solothurn besichtigen wir unter der kundigen Führung von Rolf unter anderem die St.-Ursen Kathedrale und die Jesuitenkirche. 

Was ich nicht wusste und mich ganz besonders faszinierte: die magische Zahl 11, die in Solothurn omnipräsent ist: 11 Kirchen, 11 Museen, 11 historische Brunnen, 11 Treppenstufen hinauf zur Kathedrale, 11 Altäre, eine Uhr mit 11 Tagesstunden ....

Ich habe einen kleinen Tick: ich zerlege immer wieder Wörter in Silben und berechne die Anzahl Buchstaben. 

Frage: bei welchem Wanderer ergibt die Summe von Vor- und Nachnamen 11?

Zum Schluss natürlich ein grosser Dank an Rolf. Absagen ist einfach - eine Wanderung bei solchen Verhältnisse durchzuführen, braucht Mut. Alle, die mit dabei waren, haben diesen Tag ganz besonders genossen!

Montag, 14. Dezember 2015

Adventswanderung zur Abbaye de Hauterive

Freitag, 11. Dezember 2015

Leitung: Peter Mathys, 18 Adventswanderer


Route: Marly Les Rittes - Le Riedelet - Saaneufer - Châtillon - Usine -  Abbaye de Hauterive
Grangeneuve Institut acricole.  7 km, 80 Hm Aufstieg, T1. 


Offiziell wird im Monat Dezember gar keine Wanderung angeboten. Es ist jedoch zur schönen Tradition geworden, für einige Stunden dem schrillen Adventsrummel zu entfliehen. Wer das Bedürfnis danach hat, trifft sich ohne Voranmeldung am kurzfristig angesagten Termin am Treffpunkt im Bahnhof Bern. Das Bedürfnis ist offensichtlich gross: wir sind dieses Jahr insgesamt 18 Adventswanderer.

Nach dem obligaten Kaffeehalt im Bahnhofbuffet Freiburg fahren wir mit dem Bus nach Marly Les Rittes und wandern am Waldrand hoch oberhalb der Saane nach Le Riedelet.



Nach Le Riedelet öffnet sich der Blick für kurze Zeit zu den Freiburger Voralpen. Wir sind erfreut, hatten wir doch mit einem nebligen Tag gerechnet.



Nach dem Abstieg durch den Bois du Dévin überschreiten wir das Flüsschen Gérine und erreichen das Ufer der Saane. Warum die Saane nach der langen Trockenperiode so viel Wasser führt, wird uns später bewusst.



Der Weg, der durch den Auenwald führt, ist zwar leicht. Heute sind die Holzbohlen und Treppenstufen mit Raureif überzogen. Da ist für uns Senioren Vorsicht angebracht.



Der gemütliche Bummel durch den Auenwald begeistert alle. Weil die Luft deutlich kühler ist als das Wasser, bildet sich über der Saane ein mystischer Nebel.








Unterwegs bewundern wir immer wieder die kurzlebigen Kunstwerke des Raureifs. Es muss ja nicht immer eine grandiose Aussicht sein. Auch die Kleinode am Wegrand machen das Wandern spannend:




Wir nähern uns nun dem Kraftwerk Hauterive. Ein langer Druckstollen aus dem Lac de la Gruyère führt das gespeicherte Wasser zu den Turbinen. Eine Brücke führt über den Kanal, der das Wasser der Saane zurückgibt. Der Abstieg über die schiefen und heute glitschigen Treppenstufen ist heikel.



Ein Höhepunkt sind die kurz nach dem Kraftwerk folgenden Felsen am nächsten Mäander. Einige Sonnenstrahlen sorgen für eine optimale Ausleuchtung.






Der Kiesstrand ist für aufmerksame Augen und Hände eine reiche Fundgrube.



Nach den Sandsteinfelsen wechseln wir über eine Strassenbrücke auf das linke Ufer.



Die Abbaye de Hauterive kommt nun in Sicht. Wir müssen jedoch die Klosteranlage auf dem folgenden schattigen Mäander umrunden.Der offizielle Zugang befindet sich auf der Westseite.





Wir kommen gerade rechtzeitig an. Um 11.50 Uhr werden die Mönche die Sexte, eines der sieben Stundengebete singen. Die Stille im Kirchenraum tut nach all dem Rummel gut.




Nach der Sexte geniessen wir die einmalige Akustik dieses Kirchenraums und singen einige Adventslieder. Der Besuch der Krippe ist der Abschluss unseres kurzen Klosterlebens.



Wir steigen nun hoch auf das Plateau von Grangeneuve - mit letztem Blick auf die Abbaye de Hauterive.







Nun geht es jedoch nicht stracks zur Bushaltestelle. Wir kommen beim landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg vorbei. Dort hat es im ersten Stock des Gebäudes R ein vorzügliches Selbstbedienungsrestaurant mit 400 Plätzen. Da findet eine kleine Schar von 18 Wanderern garantiert ein Plätzchen. Und sollten nächstes Jahr mehr als 400 Wanderer mitkommen - na ja, dann suchen wir ein grösseres Institut ...